Yenko – Schneiderinnenschule aus Lehm in Akim Oda, Ghana

Empowerment

In Ghana möchten viele Frauen das Schneiderinnenhandwerk erlernen. Es ist mehr als ein Beruf – es ist eine Möglichkeit, eigenes Einkommen zu erzielen, selbstbestimmter zu leben und einen Platz in der Gemeinschaft zu finden. Schneidern heißt auch, für sich und andere sorgen zu können. Doch der Zugang zu einer Ausbildung bleibt vielen verwehrt.

Eine Lehre zur Schneiderin kostet Geld. Für Frauen aus sozial schwachen Verhältnissen ist das aus finanziellen Gründen oft nicht machbar. Dadurch entstehen große Abhängigkeiten und wenig Selbstbestimmung.

So bleibt viel Potenzial ungenutzt. Frauen mit Ideen, mit Geschick, mit dem Wunsch zu lernen – sie stehen still, obwohl es in Vororten der Stadt Akim Oda einen Bedarf an qualifizierten Schneiderinnen gibt. Als Schneiderin kann man vielseitig arbeiten, ob im Angestelltenverhältnis oder in der Selbstständigkeit. Die handwerkliche Arbeit hat Zukunft. Was fehlt, ist ein Raum, in dem Lernen möglich wird – auch für diejenigen, die sonst außen vor bleiben.

In Asene, einem Vorort von Akim Oda, wollen wir einen besonderen Ort schaffen: ein Ausbildungszentrum für Schneiderinnen aus Lehm. Dort wird eine bezahlte Ausbildung zur Wirklichkeit – in einem Raum der kulturellen Begegnung, in dem Nachhaltigkeit ganzheitlich gedacht ist: vom Bau bis hin zum Bildungsauftrag.

Vision

In Akim Oda soll ein Ausbildungszentrum für Schneiderinnen entstehen, in dem Frauen eine bezahlte Ausbildung erhalten können. Die Schule bietet einen Lehrplan, der Theorie und Praxis sinnvoll miteinander verbindet. Die Ausbildung vermittelt neben dem Nähen auch Materialkunde, Schnitttechnik, betriebswirtschaftliches Denken und Gestaltungskompetenz. Ziel ist eine Ausbildung, die stärkt und Perspektiven schafft.

Viele Schneiderinnen in Ghana arbeiten unter schwierigen Bedingungen: in kleinen, überhitzten Räumen, mit schlechter Belüftung und wenig Licht. Das wirkt sich auf die Qualität der Arbeit und auf die Gesundheit aus. Wir wollen zeigen, dass es anders geht.

Die Schneiderinnenschule entsteht aus einem Baustoff, der seit Generationen in Ghana verwendet wird: Lehm. Lokal verfügbar, ökologisch und bestens geeignet für ein angenehmes Raumklima. Die Architektur soll einladend sein, Kreativität fördern und Freude am Lernen wecken. Es entstehen helle, luftige Räume, angepasst an das Klima und die Bedürfnisse der Lernenden. Dabei setzen wir auf lokale Baukompetenz und nachhaltige Planung. Der Ort selbst soll zum Lernraum werden – für ökologisches Bauen, für gemeinschaftliches Gestalten, für eine Zukunft, die in der Region verankert ist.

Die Schneiderschule wird ein Ort, an dem Ausbildung möglich wird, unter guten Bedingungen, mit Respekt für Mensch und Umwelt.

Initiierung

Wir möchten zeigen, dass Lehmbau modern, schön, nachhaltig und zukunftsfähig ist. Gemeinsam mit lokalen Handwerkern – Maurern, Tischlern, Zimmerleuten – gestalten wir dieses Pilotprojekt als Lernfeld für neue Fähigkeiten. Sie sollen lernen, wie man mit Lehm baut, um dieses Wissen weiterzugeben und neue Wege des Bauens in ihren Gemeinden zu eröffnen.

Unser Ziel ist es, Frauen durch Ausbildung zu stärken – und gleichzeitig das Bewusstsein für ökologisches, regional verankertes Bauen zu fördern. Die Schneiderschule soll ein Leuchtturmprojekt werden: für Bildung, Nachhaltigkeit, Handwerk und kulturelle Identität.

David Amoateng ist Sozialökonom und Gründer von Little Ashé, einem Hersteller nachhaltiger Puppen mit Fokus auf Diversität. Little Ashé betreibt eine eigene Manufaktur in Ghana. Darüber hinaus gründete David die NGO Little Ashé, deren Schwerpunkt auf Aus- und Weiterbildungsprojekten im handwerklichen Bereich liegt.

Marvin Martin ist Bauingenieur und Mitgründer von Isopterra, einem Bauunternehmen, das sich auf nachhaltiges Bauen mit Lehm spezialisiert hat. Er hat bereits erfolgreiche Lehmbauprojekte in Marokko, Kamerun und Ghana umgesetzt. Marvins Antrieb ist es, den Lehmbau als moderne, umweltfreundliche und zukunftsfähige Bauweise auf dem afrikanischen Kontinent wieder sichtbar und attraktiv zu machen.

Beide – David und Marvin – haben familiären Bezug zu Ghana und Deutschland. Diese persönliche Verbindung, gepaart mit fachlicher Expertise in nachhaltigem Bauen und sozialer Bildung, macht sie zu einer idealen Brücke zwischen Kulturen und Kompetenzen – und damit zu starken Initiatoren für Projekte wie dieses.

Unsere Struktur & Kooperationen

Little Ashé NGO (Ghana) – David Amoateng & Gideon Frimpong
Projektorganisation, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation mit Förderinstitutionen. Lokale Koordination und Leitung des Bauvorhabens, Zusammenarbeit mit regionalen Handwerker*innen und Betrieben. Inhaber und Betreiber der Ausbildungsstätte.
Mail: organicashe@gmail.com

Technische Hochschule Lübeck (TH Lübeck) – Prof. Arch. DPLG CEAA Heiner Lippe
Partizipative Planung mit Studierenden.
Mail: heiner.lippe@th-luebeck.de

Isopterra GbR (Deutschland/Ghana) – Paul Tschense & Marvin Martin
Planung und Projektleitung der Baustelle, Umsetzung mit Fokus auf nachhaltiges Bauen und lokale Ressourcen.
Mail: paul.tschense@isopterra.com & marvin.martin@isopterra.com
Web: www.isopterra.com

Little Ashé Ltd. (Ghana) & Little Ashé GmbH (Deutschland)
Langfristiger Auftraggeber der Ausbildungsstätte neben lokalen Aufträgen. So kann sichergestellt werden, dass sich die Schneiderschule selbst trägt. Neben der Verankerung des Projekts: Einbindung in das Bildungsangebot, Empowerment & Wissenstransfer.
Mail: mail@littleashe.com
Web: www.littleashe.com

Klingt das nach einem Projekt, das du stärken willst?

Deine Hilfe fließt direkt in den Entwurf und den Bau in Akim Oda, Ghana – wichtige Schritte für eine nachhaltige und bezahlbare Schneiderinnenschule. Mit Spenden, Fördermitteln, Partnerschaften oder ehrenamtlichem Engagement schaffst du Frauen eine echte Chance auf Bildung und wirtschaftliche Unabhängigkeit.

Unterstütze uns jetzt und werde Teil dieser Veränderung!